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Kölsch - Bier

Kölsch ist ein helles obergäriges Vollbier mit einer durchschnittlichen

Stammwürze von 11,3% und einem Alkoholgehalt von

 durchschnittlich 4,9%. Welches Bier sich „Kölsch“ nennen darf,

regelt die Kölsch-Konvention

Regionale Spezialität

Bierbrauen hat in Köln eine Tradition, die bis ins Jahr 873 zurückreicht.

Das Kölsch von heute gibt es seit gut 100 Jahren.

Im Jahr 1918 warb die Brauerei Sünner zum erstenmal mit dem

Begriff Kölsch für das helle obergärige Bier.

1997 wurde Kölsch als Bierspezialität von der EU in den Kreis

der geschützten regionalen Spezialitäten aufgenommen und genießt

damit eine geschützte Herkunftsbezeichnung wie beispielsweise

 Champagner oder Cognac.

Dieser Schutz gilt nur in den Staaten der EU.

Außerhalb der EU wird sogenanntes Kölsch von einigen Brauereien

 in der Schweiz, Türkei, Japan, USA und Kanada hergestellt.

 Im amerikanischen Wettbewerb World Beer Cup gibt es eine Kategorie

"German-Style Kölsch - Köln-Style Kölsch".

In der im Süden Brasiliens von deutschen Einwanderern gegründeten

Kolonie Blumenau,

wird unter anderem das Eisenbahn Kölsch gebraut,

 das sich ausdrücklich auf das deutsche Reinheitsgebot von 1516 bezieht.

Kölsch-Kultur

Kölsch wird traditionell aus einem schlanken, zylindrischen,

 relativ dünnwandigen Glas mit einem Inhalt von 0,2 Liter getrunken,

ortsüblich als Kölschglas oder Stange bezeichnet.

 Die relativ geringe Fassungsvermögen geht noch auf frühere

Schankgewohnheiten zurück.

 Sie entspricht inzwischen nicht mehr den Wünschen aller Lokalbetreiber,

 da sie einen deutlich höheren Zeit und Personalaufwand erfordert,

 als er für größere Trinkgefäße anfallen würde.

 Deshalb werden in der Außengastronomie sowie in weniger

traditionsbewussten Gaststätten häufig größere Stangen mit

bis zu 0,5 Litern Inhalt verwendet.

Größere als 0,2-Liter-Gläser sind jedoch unter Kennern verpönt,

unter anderem weil Kölsch im Gegensatz zu anderen Bieren

nach dem Einschenken sehr rasch seinen frischen Geschmack

und auch seine Schaumkrone verliert.

In traditionellen Kneipen trifft man auch auf das halbe Kölsch,

das in einer Stange mit nur 0,1 Litern Inhalt,

dem Stößchen, serviert wird  allerdings nicht zum halben Preis.

 In einigen Brauhäusern kann auch ein 10-Liter-Fass,

das Pittermännchen zum Selberzapfen an den Tisch bestellt werden.

Wie die meisten Biere, besonders die obergärigen,

entwickelt das Kölsch seine volle geschmackliche Vielfalt erst ab

einer gewissen Temperatur,

 weshalb es bei acht bis zehn Grad serviert wird.

Der Kellner wird in kölschen Brauhäusern Köbes genannt.

Er verwendet zum Servieren seit Ende des 19. Jahrhunderts auch

den Kranz  ein Behältnis für bis zu 18 Stangen mit zwei Tragegriffen

in der Mitte je einer oben und im Boden.

Vom Fass gezapft wird das Kölsch vom Zappes.

In traditionsbewussten Gasthausbrauereien kommen dabei auch heute

noch die ansonsten eher selten gewordenen Holzfässer zum Einsatz.

Aus ihnen wird dann ohne die heute üblichen mit Druckgas betriebenen

Zapfanlagen wie früher nur mit einem zuvor eingeschlagenen

 Zapfhahn gezapft;

 deshalb fällt das Bier bisweilen weniger spritzig aus als

heute allgemein erwartet wird.

In Brauhäusern und auch in den meisten Kölner Kneipen ist es Brauch,

dass jeder Gast, der sein Kölschglas vollständig geleert hat,

 ungefragt ein weiteres Kölsch gebracht bekommt,

außer er legt einen Bierdeckel auf das Glas.

Herstellung

Kölsch wird von den meisten Brauereien unter Beachtung des Deutschen

Reinheitsgebot von 1516 gebraut,

nach dem im Bier nur Gerstenmalz,

 Hopfen und Wasser enthalten sein sollen.

Einige Brauer setzen auch einen kleinen Anteil Weizenmalz zu.

Der Hopfen für Kölsch stammt überwiegend vom Niederrhein,

 aus der Gegend von Kerpen und Düren sowie aus der Hallertau.

Während die meisten obergärigen Biere bei Temperaturen

um 20 °C vergoren werden,

geschieht dies bei den meisten Kölschbrauereien deutlich kühler,

 bei etwa 14 - 16 °C.

 

Ein Amerikaner sitzt im Hofbräuhaus, trinkt sein Bier und kaut dabei am Bierdeckel. "Hats geschmeckt ?" fragt der Ober freundlich. "Bier sehr gut, aber Kekse sehr hart